Webseite von Peter Andreas Lisker

In der Physik gibt es Begriffe, die über Jahrzehnte hinweg fest verankert sind. Schwarze Löcher gehören dazu, ebenso ihr theoretisches Gegenstück, das sogenannte weiße Loch. Doch wenn man sie aus Sicht der Informationszeit betrachtet, zeigt sich schnell, dass die klassische Bezeichnung „weißes Loch“ nicht mehr ganz passt. Denn das, was in der Informationszeit als solches erscheinen würde, ist kein energetisches Auswurfphänomen, sondern etwas völlig anderes: eine Quelle von Informationsmustern. Um Missverständnisse zu vermeiden, nenne ich dieses Phänomen daher I‑Quelle. Das ist anschaulicher und vielleicht verständlicher.

Eine I‑Quelle ist sehr wahrscheinlich kein Objekt der Raumzeit. Sie ist vielmehr ein Punkt in der Informationszeit, einer fünften Koordinate, die orthogonal zur bekannten Raumzeit steht. Die Informationszeit verhält sich relativistisch: Sie kann dilatieren, stauchen, sich dehnen oder komprimieren – unabhängig davon, was in der physikalischen Zeit geschieht. Genau an dieser Stelle entsteht das Phänomen, das wir betrachten wollen.

Schwarze Löcher sind Orte, an denen physikalische Zeit extrem dilatiert. Für die Informationszeit bedeutet das etwas anderes: Sie staut sich. Muster, die mit der Materie in ein schwarzes Loch fallen, verlieren zwar ihre physikalische Form, aber nicht ihre informatorische Struktur. Die Informationszeit wird gedehnt, bis sie an einem Punkt nicht weiter gedehnt werden kann. Dort entsteht ein Gradient – ein Druck. Dieser Druck ist nicht energetisch im klassischen Sinn. Er ist weder potenziell noch kinetisch. Er bewegt keine Masse, erzeugt keine Wärme, keine Strahlung, keine Krümmung der Raumzeit. Er ist eine strukturelle Spannung im Informationsraum. Da die maximal dilatierte Informationszeit zur Synchronisation in der I‑Quelle maximale Stauchung benötigt, ist die Bezeichnung Informationsdruck dafür angemessen.

Eine I‑Quelle ist die Umkehrung dieses Prozesses. Dort, wo Informationszeit maximal gestaucht wird, entlädt sich der Druck. Nicht als Energie, sondern als Muster. Die Raumzeit sieht davon nur eine Projektion: schwache Korrelationen, Fragmente, Echos, Strukturen, die nicht aus Energie bestehen, sondern aus Information. Das erklärt, warum wir dieses Phänomen sehr wahrscheinlich in der Raumzeit nicht beobachten können. Schwarze Löcher schlagen in die Raumzeit durch, I‑Quellen tun das nicht. Sie bleiben in 5D „verwurzelt“ und werfen nur ein kaum sichtbares Muster in die Raumzeit zurück.

Nach der Idee eines Arbeitskollegen lohnt sich an dieser Stelle ein Blick auf Nikola Tesla. Er sprach von feinstofflichen Feldern, von nicht‑mechanischen Kräften, von Mustern, die nicht in die klassische Physik passten. Die Physik seiner Zeit konnte diese Ideen nicht greifen, weil sie keine Energieform waren. Doch wenn man Informationsdruck als eigene Dynamik versteht – als eine Form von „Energie“, die nicht energetisch ist –, dann bekommen Teslas Vermutungen einen Platz, ohne die Physik zu verlassen. Sie werden nicht bestätigt, aber sie werden verständlich.

Wenn man diesen Gedanken weiterführt, landet man erstaunlicherweise beim größten Ereignis der Physik: dem Urknall. Der Urknall ist, was er ist – ein energetisches, thermodynamisches, raumzeitliches Ereignis. Doch er könnte zusätzlich eine I‑Quelle gewesen sein. Nicht als Ursache, sondern als Eigenschaft. Die Informationszeit wäre dort nämlich ebenfalls maximal gestaucht gewesen. Dabei hätte sich ein enormer Informationsdruck aufgebaut bzw. bestanden. Und dieser Druck hätte ein Muster in die entstehende Raumzeit projiziert. Vielleicht ist das Universum selbst ein solches Muster. Vielleicht erklärt das, warum seine großskalige Struktur nicht zufällig ist, sondern eine Art kosmisches Netzwerk bildet, das an ein informatorisches Echo erinnert – eine Ausprägung „hereingeflossener“ Informationszeit, um das Phänomen bildhaft greifbarer zu machen.

Das sind keine Behauptungen, sondern vorsichtige Vermutungen. Die Theorie der Informationszeit will nichts ersetzen, nichts umstürzen oder gar widerlegen. Sie will seriös ergänzen. Sie will dem physikalischen Weltbild eine zusätzliche Eigenschaft mitgeben, die dort bisher vielleicht gefehlt hat: eine zeitliche Struktur der Information. Eine I‑Quelle ist ein leises Phänomen. Sie erzeugt keine Explosionen, keine Strahlung, keine spektakulären Effekte. Sie erzeugt Muster. Und manchmal macht das die große Welt vielleicht ein Stück verständlicher.